Schüler sammelten 2383,82 Euro für Lukas

 

Zur Typisierungsaktion für den an Leukämie erkrankten Lukas kamen auch etliche Schüler und Schülerinnen der Hauptschule Neustädter Tor. Um sich selbst als möglicher Spender testen zu lassen, sind sie zwar noch zu jung, doch mit ihrem Sponsorenlauf im Jahnstadion hatten sie 2383,82 Euro erkämpft, die sie zur Finanzierung des kostspieligen Verfahrens beisteuerten.

Gemeinsam mit einigen Lehrkräften übergaben sie das Geld an Heiko Denk, Jugendleiter beim TuSpo Petershütte, der die Hilfsaktionen maßgeblich koordiniert. Ein Plakat mit aufmunternden Wünschen hatten sie ebenfalls erstellt und überreichten es Lukas' Eltern Michaela und Andres Hagenbruch. „Wir ermahnen uns jeden Tag zu hoffen, statt zu bangen“, sagten sie und freuen sich daher über die großartige Unterstützung in Osterode.

 

Anschließend reihte sich Lehrerin Anne Römpage in die lange Schlange derer, die sich an diesem Tag typisieren ließen. Den kleinen Pikser ertrug sie gerne, wenn sie damit die Chance hat, Lukas oder anderen erkrankten zu helfen. Tatsächlich tat es auch gar nicht weh und dauerte nur wenige Augenblicke.

 DSC_0137.JPG - 150.38 kb

Begeistert von der Hilfsbereitschaft insgesamt und insbesondere von der Aktion der Hauptschule zeigte sich auch Dr. med. Beatrix Pollok-Kopp, ärztliche Leitung der Knochenmark- und Stammzellenspenderdatei Göttingen. „Solche Empathie wie hier in Osterode erleben wir selten. Und wenn Aktionen von Schülern ausgehen, finde ich das wirklich bemerkenswert“, sagte sie. In Ausnahmefällen wurden sogar Jugendliche unter 18 Jahren typisiert, in die Spenderdatei aufgenommen würden sie jedoch erst, wenn sie volljährig sind. Und auch dann gebe es mit jedem infrage kommenden Spender ein ausführliches persönliches Gespräch, nach dem er sich überlegen kann, ob er diesen Schritt wagen will.

Für Lukas hoffen nun alle gemeinsam, dass möglichst bald jemand mit übereinstimmenden Merkmalen gefunden wird und dieser dann auch bereit ist, seine Stammzellen zu spenden.

 

Sponsorenlauf für Lukas an der Hauptschule Neustädter Tor

 

(v) Runde um Runde liefen die Schüler der Hauptschule Neustädter Tor am vergangenen Donnerstag. Angefeuert von den jeweils anderen Jahrgängen kämpften sie gegen Erschöpfung, immer schwerer werdende Beine und Seitenstiche an, denn schließlich ging es um eine gute Sache. Alles Geld, das sie bei diesem Sponsorenlauf erkämpften, geht an den an Leukämie erkrankten Lukas bzw. kommt der Typisierungsaktion am 18. Oktober zugute.

 

Die Idee zu der Aktion kam von Pascal Müller und Justin Freiheit, beide Schüler der zehnten Klasse der Hauptschule und beide genau wie Lukas auch Fußballer beim VfR Osterode bzw. JSG Sösetal. „Wir haben im Klassenraum über Lukas geredet und wollten unbedingt etwas machen, um ihm zu helfen“, erzählte Pascal. Gerade, weil es aus den Reihen der Schüler kam, nahm die Schulleitung die Anregung begeistert auf und gemeinsam wurde die Idee für einen Sponsorenlauf entwickelt.

 

So zogen die Schüler der Jahrgänge 5, 6, 7, 8 und 10 sowie einige Lehrkräfte los, um unter Eltern und Verwandten wie auch unter Osteroder Firmen Sponsoren zu finden, die ihnen pro gelaufene Runde einen bestimmten Betrag zahlten. Die Summen gingen von 10 Cent bis hin zu zweistelligen Eurobeträgen.

 

Als am Donnerstag der Startschuss fiel, legten sich alle richtig ins Zeug und auch viele, die nicht als unbedingte Sportskanonen bekannt sind, überraschten die zuschauenden Eltern, Schulkameraden, und auch ihre Sportlehrer mit ihrem großen Durchhaltevermögen. Immerhin ging es hier nicht nur um gute Noten, sondern um eine wirklich wichtige, vielleicht lebensrettende Sache und da strengten die meisten sich gerne mal besonders an. Ihre gelaufenen Runden wurden von den älteren Jahrgängen genau aufgeschrieben, so dass das erlaufene Geld am Ende genau abgerechnet werden kann.

 

Justin konnte an diesem Tag leider nicht dabei sein, doch Pascal verfolgte die Umsetzung seiner Idee von Anfang bis Ende und war nach den ersten Hochrechnungen sehr zufrieden. Die genaue Summe wird in dieser Woche ausgerechnet und dann an Lukas bzw. seine Eltern übergeben in der Hoffnung, dass bei der Typisierung ein passender Blutstammzellenspender für ihn gefunden wird. Wie war das noch bei Forrest Gump? „Meine Mama sagte immer: Wunder passieren an jedem Tag.“

 

Sponsorenlauf_2014LukasSponsorenlauf_2014LukasSponsorenlauf_2014LukasSponsorenlauf_2014LukasSponsorenlauf_2014LukasSponsorenlauf_2014LukasSponsorenlauf_2014LukasSponsorenlauf_2014LukasSponsorenlauf_2014Lukas

22 Sprachen werden jetzt an der Schule gesprochen

Fünftklässler wurden in der Hauptschule Neustädter Tor begrüßt

 

 

 

„We are the ones who make a brighter day.“ Mit einer Tanznummer zu „We are the world“, einer Trommelsession und herzlichen Worten von Schulleiterin Angelika Schröter wurden die neuen Fünftklässler in der Hauptschule Neustädter Tor begrüßt. Rein sprachlich ist am Neustädter Tor tatsächlich fast die ganze Welt vertreten, mit den neuen 20Schülern werden an der Schule jetzt insgesamt 22Sprachen gesprochen.

Empfangen wurden die „Neuen“ von Paten aus der neunten Klasse, die ihnen auch abseits alles Offiziellen manchen Tipp geben können, um sich in der für sie noch großen und fremden Schule zurechtzufinden. „Es ist schön, dass ihr hier seid“, sagte Schröter schlicht und ehrlich und stellte Kindern und Eltern ihre Klassenlehrerin Frau Schulze, die sozialpädagogische Mitarbeiterin Frau Milewski, Hausmeister Herrn Büsch, die stellvertretende Schulleiterin Frau Wunderlich sowie Frau Knoke vom Förderverein vor. Sie alle wollen die Schüler auf ihrem Weg zum Haupt- oder Realschulabschluss begleiten und ihnen die Zeit des Lernens so angenehm wie möglich gestalten.

Bevor gemeinsam mit dem Förderverein, einigen Kollegen und Freunden gegrillt wurde, gingen die Fünftklässler und ihre Eltern schon einmal in die Klasse, wo die ersten Tage im neuen Umfeld besprochen wurden. Damit die Gruppe zueinander findet, fuhr die Klasse dann in der vergangenen Woche nach Schierke zu einem Klettertraining, das jene sozialen Kompetenzen trainiert, die für die Kinder ebenso wichtig sind wie Geistes- und Naturwissenschaften.

„'We are the world, we are the children' ist doch ein tolles Motto zum Schulanfang“, stellte Angelika Schröter fest. Schließlich sollen Schüler nicht nur Schüler sein, sondern auch Kinder bleiben dürfen.

 

Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014Einschulung_2014

„Manche sahen an uns vorbei als ob wir unsichtbar wären“

Die Klasse 5 b der Hauptschule Neustädter Tor versetzte sich in die Rolle von Straßenkindern

 

(cd) Mit der Aktion „Straßenkind für einen Tag“ weist das Kinderhilfswerk Terre des hommes auf die Lebensumstände von geschätzt mehr als 100 Millionen Kindern in aller Welt hin. Uta Bernd und Christa Manske von der Osteroder Terre des hommes-Gruppe waren am Dienstag in der 5 b der Hauptschule Neustädter Tor zu Gast.

 

Bevor es zu verschiedenen Aktionen in die Innenstand ging, wurden die Schülerinnen und Schüler zunächst einmal durch Filme, Texte und vor allem Gespräche auf die Unterschiede ihres Alltags zu dem eines auf der Straße lebenden Kindes, das für eine warme Mahlzeit am Tag hart arbeiten muss, hingewiesen. Schnell zeigte sich dabei, wieviel die Klasse bereits über das Thema wusste. Einige hatten im Zuge der Fußball-WM von den Favelas in Brasilien gehört, andere kannten Flüchtlingslager aus Besuchen in der Türkei.

 

„Kinder sind unschuldig, sie haben eine Chance für ihre Zukunft verdient“, hieß es im Film. Das sehen die Schülerinnen und Schüler genauso, weshalb sie nun darauf brannten, mit Aktionen wie Schuhe putzen, Autos waschen oder dem Verkauf aus dem Bauchladen Geld zu sammeln, mit dem dann ein Projekt der Hilfsorganisation unterstützt werden kann. Motiviert und schwer bepackt zogen sie los, sprachen Passanten an und merkten schon bald, dass es manchmal gar nicht so leicht ist, Menschen zu einer Spende zu überreden. „Manche sahen einfach an uns vorbei, wenn wir sie ansprachen. Als ob wir unsichtbar wären“, stellte beispielsweise Steffi fest. Andere gaben abwertende Antworten oder lachten sie aus, berichteten Türkan und Linus.

 

Doch das sei der geringere Teil der Osteroder, waren sie sich am Ende einig. Viele spendeten auch, ohne etwas zu kaufen. „Eine Frau sagte 'Nein, das brauchst du nicht' als ich ihr die Schuhe putzen wollte und hat trotzdem gespendet“, erzählte Lara. „Wir fanden es toll, dass manche uns sogar ihre schicken Flitzer haben waschen lassen“, freuten sich Kevin und Daniel. Und auch Maik, Saskia, Ziad, Zakia und Anakin zogen ein positives Fazit. Das könne auch daran liegen, dass die Aktion regelmäßig stattfindet und viele Leute sie schon kennen, meinten Manske und Bernd.

 

Natürlich wurde das Geld auch gemeinsam gezählt und zusammengerechnet. Insgesamt 200 Euro kamen dabei heraus, eine stolze Summe für diesen Vormittag. Das Geld wird einem Schutzhaus für Straßenkinder im indischen Mumbai zugute kommen,wo jede Summe hilft, den Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Und bevor der Tag als Straßenkind für die Schülerinnen und Schüler endete, brachten sie die Idee auf, noch einmal gemeinsam Straßenmusik zu machen und so noch einmal eine eigene Aktion für Kinder zu starten, denen es deutlich schlechter geht als ihnen selbst. 


Abschied auf einen neuen Lebensweg



Klasse 9a

90 Schüler der Hauptschule Neustädter Tor wurden feierlich verabschiedet

 

(v) Während der vergangenen Jahre seien sie zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen, hätten einander und die Kultur ihrer Mitschüler kennen gelernt, betonten die Schülerinnen Saliha Nur Eden und Friederike Wiegand in ihrer Abschlussrede am Donnerstag in der Stadthalle. Auch in den weiteren Reden zur Abschlussfeier der Hauptschule Neustädter Tor wurde deutlich, dass Bildung neben Wissensvermittlung auch Persönlichkeitsentwicklung bedeutet.

 

„Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben“, zitierte Schulleiterin Angelika Schröter Hermann Hesse und beglückwünschte die 90 Schüler zu ihrem Abschluss, 47 davon zum  Hauptschulabschluss nach der 9. und neun nach der 10. Klasse, 29 zum Realschulabschluss und fünf zum erweiterten Sekundarabschluss I.

 

Glückwünsche gab es auch von Bürgermeister Klaus Becker, der ihnen mit auf den Weg gab: „Wer keinen Spaß dabei hat, wird auch keine Leistungen erzielen“, während der Leiter des Polizeikommissariats Osterode, Hans-Werner Ingold sagte: „Bildung öffnet Türen, sie ist der Schlüssel, um erfolgreich zu sein.“ „Bleiben Sie am Ball, seien Sie bereit für alles, was auf sie zukommt“, riet Heiko Seemann-Weymar, Schulleiter der BBS I, und Superintendent Volkmar Keil wünschte einen gesegneten Weg ins weitere Leben und fügte hinzu: „Zunächst wünsche ich euch, dass ihr diesen Erfolg richtig genießt.“

 

Weitere herzliche Abschiedsworte kamen von Anne Römpage im Namen des Kollegiums, von Ingolf Sindram vom Schulelternrat und von Maria Knoke vom Förderverein, zum Genießen gab es dazu Musik der Trommel AG, der Schulband, von Michelle Schrader sowie eine Vorführung der Hip Hop Tanz AG. Bevor schließlich alle ihre Zeugnisse überreicht bekamen, wurden die jeweils Klassenbesten – Friederike Wiegand mit einer 1,1 als Schulbeste – für ihre Leistungen ausgezeichnet, doch Umarmungen und einige weggedrückte Tränen zeigten, dass es hier um mehr ging als nur um Abschlussnoten. Saliha Nur Eden und Friederike Wiegand hatten es zuvor auf den Punkt gebracht als sie ihre Rede mit den Worten schlossen: „Ehrlich gesagt – es war eine schöne Schulzeit.“



Klasse 9b


Klasse 9c


Klasse 10a

Der Eseltreiber schreibt

04/06 2014:
Manchmal ist das Leben doch ein Computerspiel

Schüler der Hauptschule Neustädter Tor erlebten den Autor Oliver Uschmann in der Stadtbibliothek

 

(cd) Für viele Jugendliche sind Computerspiele deutlich spannender als das wahre Leben. Was alles passieren kann, wenn drei aufgeweckte Jungs die Quests und Regeln eines Games auf die Realität übertragen wollen und sich nicht blind an die Richtlinien des Alltags halten, beschreibt der Autor Oliver Uschmann in seinen „Finn“-Büchern. „Man kann viel mehr machen als man so gemeinhin denkt“, gab er den Schülern des 5. und des 7. Jahrgangs der Hauptschule Neustädter Tor am Montag in der Osteroder Stadtbibliothek jenes Stück Lebenserfahrung mit, das ihn zum Schreiben der Bücher inspiriert hatte.

 

Finn und seine Freunde Flo und Lukas haben sich beispielsweise die Aufgabe gesetzt, einen Tag lang nur geradeaus zu laufen, dürfen dabei höchstens dreieinhalb Meter nach links oder rechts ausweichen. Wie im Videospiel stoßen sie dabei auf Herausforderungen, für die es eine Lösung zu finden gilt. Ob es darum geht, einen schlammigen Bach zu überwinden, einen Discounter zu durchqueren ohne dem Filialleiter in die Arme zu laufen oder kleine Kätzchen vor dem Ertränken zu retten, den drei Freunden fällt immer etwas ein. Als sie jedoch an einer Bahnschiene einen Mann entdecken, der sich scheinbar umbringen will, müssen sie die Regeln brechen und das Spiel verlassen.

 

Uschmann wusste seine Zuhörer zu fesseln, schließlich kennt sich der ehemalige Journalist für Videospiele mit dem Thema seines Buches gut aus und verfügt zudem über eine Sprache, die sehr nah an der Lebenswelt der Schüler ist. Schnodderig, direkt, pointiert und manchmal tiefsinnig erzählt er die Abenteuer seiner Helden und macht dabei auch deutlich, dass es manchmal Situationen gibt, in denen Regeln unbedeutend werden, weil gerade etwas Wichtigeres passiert.

 

Immer wieder sprang auch der Autor aus seinem Text und erläuterte Zusammenhänge oder schob Anekdoten ein. „Das steht hier nicht, das hab ich jetzt nur so gesagt“, entschuldigte er sich zwischendurch, wenn ihm beispielsweise das Wort „Scheiße“ herausrutschte. Während die Schüler des 5. Jahrgangs über eine solche Wortwahl und manch spontanen Einwurf allerdings laut kicherten, gaben sich ihre zwei Jahre älteren Mitschüler ganz cool und schweigsam. Nicht weniger hingen sie jedoch an den Lippen des Autors und wollten auch nach der Lesung noch vieles über ihn und seine Arbeit wissen. „Sind Sie Fußballfan?“, brannte es einem Schüler auf den Nägeln, „Sind Sie schon mal im Fernsehen gewesen“, fragte ein anderer.

 

Auch über seine Arbeit als hauptberuflicher Schriftsteller berichtete Uschmann und erzählte, dass er für seine Bücher etwa sechs bis sieben Monate Zeit braucht und dass er die Handlung der Finn-Geschichten gemeinsam mit seiner Frau entwickelt. „Das Plotten ist genauso wichtig und genau so viel Arbeit wie das Schreiben“, erläuterte er. Richtig erstaunt waren seine Zuhörer als der Autor verriet, dass er von den zehn Euro, die sein Buch kostet, nur etwa einen Euro bekommt, da der Rest an den Verlag geht. Wesentlich positiver klang da schon die Antwort auf die Frage, welchen Schulabschluss ein Schriftsteller haben müsse. „Im Grunde kann es jeder werden, der Bock hat zu schreiben, er braucht keinen Abschluss, sondern vor allem Talent.“ Dass er über letzteres verfügt, hatte Oliver an diesem Vormittag unter Beweis gestellt. Die Schüler waren begeistert und einige Lehrer überlegen sogar, ob sie „Finn“ nicht zur nächsten Schullektüre machen sollten. 


Der Eseltreiber berichtete am 17.05.2014:

17/05 2014:
Gesten der Freundschaft

Deutsche und polnische Schüler beleben die Städtepartnerschaft mit eigenen Aktionen

 

(cd) Osterode. Heutige Schüler kennen Europa als friedlich und ohne Grenzen. Nur aus dem Geschichtsunterricht wissen sie noch, dass das nicht immer so war. Doch Freiheit, Frieden und Freundschaft sind nie selbstverständlich, weshalb die Beziehung beider Nachbarländer in Osterode am Harz und Ostróda in Polen durch eine Städtepartnerschaft gepflegt wird. Derzeit sind einige Schüler aus der Partnerstadt an Osteroder Schulen zu Gast (der Eseltreiber berichtete), die neben gemeinsamen Aktionen an den Schulen auch eigene Projekte mitgestalten.

 

An der Hauptschule Neustädter Tor nahmen die deutschen und polnischen Schüler der Zespol Szkol Rolniczych am Donnerstag an einem Kunstprojekt teil, bei dem Freundschaft und die Eindrücke des Austauschs bildlich dargestellt wurden. Es ging um Wärme und Licht, erläuterte die Leiterin der Kunst-AG Iris Juerges-Faesser, darum, allein aus den Grundfarben Gelb, Blau, Rot und Weiß warme und helle Farben zu mischen.

 

Es dauerte nicht lange bis die ersten Bilder Gestalt annahmen, fast schien es als brauchen die Jugendlichen bei allen Unternehmungen diese kreative Auszeit, um gesammelte Eindrücke zu verarbeiten. Bei einigen entstanden Landschaften, die eindeutig nach Harz aussahen, andere setzten sich mit den Farben der Länder Deutschland und Polen auseinander. Manche Kommunikation musste über in dieser Woche erlaubte Smartphones und Übersetzungs-Apps laufen, ansonsten zeigte sich jedoch, wie international eine künstlerische Bildsprache ist.

 

Am Tilman-Riemenschneider-Gymnasium wurde zur gleichen Zeit ein Flashmob vorbereitet. Gemeinsam mit den Gästen des Liceum Ogólnoksztalcace wurden bekannte Bilder der deutsch-polnischen Geschichte und Völkerverständigung nachgestellt. Die Idee komme vom deutsch-polnischen Jugendwerk, erläuterten Birgit Möller-Kühn und Danilo Altmann, die das Projekt initiierten, und soll als Beitrag zum Tag der Freiheit auf die Beziehung der beiden Länder aufmerksam machen. „Im Juni sind wir in Ostróda, somit ist das hier eigentlich die Generalprobe“, sagten die beiden Pädagogen.

 

Als die Schüler ihre Info-Wände und stummen Szenen mittags auf dem Kornmarkt aufstellten, sah das allerdings nicht nach Generalprobe, sondern nach ganz großer Geste aus. Ein gemeinsam gesungenes „Wind of Change“ erinnerte zusätzlich an die Zeit der Wende und ließ einige Passanten innehalten. Frieden und Freiheit sind nie selbstverständlich, sondern bedürfen vieler solch kleiner Aktionen, um in den Köpfen gefestigt zu werden.


 
     
     


Am Donnerstag, 06.03.2014 wurde der Physikunterricht der drei 9. Klassen wieder unterstützt durch Mitarbeiter von Kodak. Das Ziel: Energieumwandlung wurde von Herrn Dr. Wittig eindrucksvoll umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten Druckplatten mit ihren Klassenfotos, die sie als persönliches Andenken behalten durften.